Europa: Wenig Gas aus Moskau
Die Gasausfuhren des russischen Gasmonopolisten Gazprom sind in den ersten zehn Wochen des Jahres 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 40 Prozent gefallen. Das berichtetet am Mittwoch die Wirtschaftszeitung “Wedomosti”, die Zugang zu den neuesten statistischen Daten hat.
Gazprom gerät seit der Wirtschaftskrise in Bedrängnis. Im Januar hatte das Unternehmen schon angekündigt, seine Investitionspläne nicht in vollem Umfang aufrechterhalten zu können. Sinkende Nachfrage nach Gas und fallende Preise schmälern die Gewinne des Unternehmens. Voraussichtlich wird der Gasexport nach Europa in diesem Jahr zwischen acht und zehn Prozent schrumpfen.
Die sinkende Nachfrage aus dem Westen erklärt sich vor dem Hintergrund, dass Länder mit umfangreichen Gasreserven auf weiter fallende Gaspreise setzen und deshalb das teure Gas aus den Reserven demnächst mit billigem ersetzen wollen. Darüber hinaus hat der Gasexport Gazproms an dem Gasstreit mit der Ukraine gelitten. Über die Transitroute konnte wegen einer zeitweiligen Blockade nicht dieselbe Menge Gas transportiert werden, wie es im Normalfall möglich gewesen wäre.
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