E.ON will Gasnetz nicht verkaufen

Die europäische Wettbewerbsbehörde droht E.ON eine Millionenstrafe und daneben einen Zwangsverkauf des Gasnetzes an. E.ON denkt aber nicht daran sein Gasnetz zu verkaufen- zumindest nicht kampflos. Das berichtet der “Spiegel”.
Die europäische Wettbewerbskommission ist nicht dafür bekannt, eine freundschaftliche Beziehung zu den großen deutschen Energiekonzernen zu pflegen. Nachdem sie die RWE in der letzten Woche durch Androhung einer empfindlichen Geldstrafe dazu gebracht hat, ihr Gasnetz aufzugeben, sollte jetzt der Energiekonzern E.ON zum Einlenken- sprich zum Verkauf seines Gasnetzes- überredet werden. Hintergrund der Drohung ist wie bei der RWE auch hier ein Untersuchungsverfahren, dass belegen soll, ob E.ON sein Gasnetz wettbewerbswidrig benutzt hat, um potentielle Konkurrenten abzuwehren. Im Falle der Bestätigung des Verdachts müsste E.ON mit einer Geldstrafe in Millionenhöhe rechnen.
E.ON will das Gasnetz der Tochter E.ON-Ruhrgas nicht verkaufen, weil es das Geschäftsmodell der Tochter bedroht sieht. Das Unternehmen kündigte an, in Falle einer entsprechenden Verurteilung seitens der Wettbewerbskommission die Rechtsmittel ausschöpfen zu wollen.

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