Hausbauer verzichten zunehmend auf Gas

Der Marktanteil der Gasanschlüsse bei Neubauten in Deutschland ist in den letzten Jahren gesunken. Viele Hausbauer wollen sich von Preisschwankungen unabhängig machen und setzen vermehrt auf alternative Heizmethoden, wie die “Welt” berichtet.

Die Zeitung beruft sich in diesem Zusammenhang auf Daten des Statistischen Bundesamtes. Diese belegen, dass der Marktanteil für Gasanschlüsse bei Neubauten in Deutschland in den letzten Jahren von 75% auf unter 60% zurückgegangen ist. Damit heizt zwar immer noch die Mehrheit der Hausbauer mit Erdgas. Techniken wie die Wärmepumpe, Sonnenheizungen oder das Heizen mit Pellets und Holzresten verzeichnen aber immer mehr Zulauf – bereits über 26% der Bürger seien “Öko-Heizer”, womit sich der Anteil mehr als verfünffacht habe. Auch die Solarthermie, bei der Solaranlagen Heiz- und Wasserwärme erzeugen, erfreue sich immer größerer Beliebtheit. Alte Heizanlagen könnten auch um- oder aufgerüstet werden, was den Vorteil eines vorhersehbaren Kostenaufwandes mit sich bringe. Die alternativen Heizmethoden sind umweltschonend und können darüber hinaus von dem momentanen Preischaos auf den Gasmärkten unabhängig machen. Laut “Welt” funktioniere auch der Wettbewerb auf dem Ökosektor noch besser, da die Kunden nicht von großen Konzernen abhängig seien.

Diese Entwicklungen auf dem deutschen Energiemarkt bestätigen den derzeitigen Trend, verstärkt auf umweltschonende Technologien zu achten und von den fossilen Brennstoffen abzurücken. Jedoch können auch Gasverbraucher von dieser Entwicklung profitieren: Denn je weiter die Preise für Gas steigen werden, desto mehr Endverbraucher werden früher oder später einen Wechsel zu anderen Heizmethoden in Betracht ziehen. Die Gasanbieter müssen also wohl die Preise in einem humanitären Rahmen halten, um nicht alle Hausbauer zu verschrecken. Dieser Wettbewerb zwischen neuen und konventionellen Energien könnte den Markt also im besten Fall positiv beleben und die Preis drücken.

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