Klimaschutz: Schnelles Handeln gefragt

Eine Studie des Wissenschaftsmagazins “Nature” warnt vor der massiven Gefährdung von Klimaschutzzielen. Nur wenn möglichst schnell von fossilen Energieträgern abgerückt würde, könne die Erderwärmung noch wie geplant unter 2°C gehalten werden, so die Forscher.

Dass das Klima bereits unter dem immer stärkeren CO2-Ausstoß in die Atmosphäre gelitten hat, wurde der Menschheit durch immer extremere Wetterbedingungen und Umweltkatastrophen deutlich vor Augen geführt. In Anbetracht der düsteren Zukunftsprognosen, die einen regelrechten Klimakollaps voraussagen, haben sich viele Staaten bereits vor einiger Zeit auf bestimmte Ziele zum Klimaschutz geeinigt. Jedoch haben diese bisher nicht viel Wirkung gezeigt, wie die aktuelle “Nature”-Studie offenlegt.

Drastische Reduzierung nötig

Wie die Forscher nach Informationen des “Spiegel” ausgerechnet haben, liegt die für das Erreichen des 2°C-Ziels maximale Obergrenze an auszustoßendem CO2 bei rund einer Billion Tonnen bis zum Jahre 2050 – ausgehend vom Jahr 2000. Bereits jetzt hätten die Menschen jedoch ein Drittel dieser Menge emittiert, was folglich ein Erreichen der Maximalmenge in zwanzig statt in vierzig Jahren zur Folge hätte. Um dies zu verhindern, müsste der Ausstoß bis 2050 imm Vergleich zu 1990 um 50 Prozent gesenkt werden – ein schwierig umzusetzende Forderung, wenn man bedenkt, dass viele Länder schon mit viel geringeren Werten Probleme bekommen.
Die einzig wirksame und effektive Methode, um eine Klimakatastrophe zu verhindern, sei die Abkehr von fossilen Brennstoffen, so die Klimaexperten. Dies sei geradezu grundlegende Voraussetzung, denn würden alle verfügbaren Ressourcen bis 2050 verbrannt, würde die CO2-Obergrenze um das vierfache überstiegen. Daher müsse nun so schnell wie möglich gehandelt werden, um alternative, regenerative Energien zu unterstützten und endlich in großem Stil marktfähig zu machen.

Vorlage für Klimagipfel

Dem im Dezember 2009 in Kopenhagen stattfindenden Klimagipfel der Vereinten Nationen wird mit dieser Studie ein weiterer Beweis dafür geliefert, wie dringend notwendig ein geschlossenes und geradliniges Vorgehen für den Klimaschutz ist. Ob die Teilnehmer dies trotz der teilweise beschworenen verschiedenen Interessenlagen und dem mäßigen Erfolg der Vorbereitungskonferenzen in Posen und auf Bali umsetzen können, bleibt abzuwarten. Konkrete Vereinbarungen und Regelungen zur schnellen Eindämmung der Schadstoffemissionen wären aber in jedem Fall unbedingt so schnell wie möglich notwendig, falls der fortschreitende Klimawandel noch aufgehalten werden soll.

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