Iran will in Nabucco-Pipeline einsteigen

Nun will auch der Iran mit in das Milliardengeschäft um die Nabucco-Pipeline einsteigen. Die iranische Regierung führt bereits Gespräche über eine Beteiligung und ist der Meinung, dass das Projekt ohne den Iran nicht realisierbar ist. Mit den zweitgrößten Gasvorkommen der Welt scheitert der Erdgasexport Irans an den fehlenden Technologien, die wegen langjähriger US-Sanktionen nicht vorhanden sind. Die USA würden eine Beteiligung des Irans an dem Projekt unzufrieden stimmen, da sie wegen des andauernden Atomstreits keine Energievereinbarung mit Teheran treffen wollen.
Der Start des Projekts Nabucco ist für 2011 vorgesehen, sollte der Baubeschluss 2010 endgültig werden. Die Pipeline soll dafür sorgen, dass die Abhängigkeit Europas von dem russischen Gaskonzern Gazprom, die anfang des Jahres zu verzögerten Gaslieferung wegen des Streits Russlands mit der Ukraine führte, verringert wird. Nabucco würde von der Türkei über Bulgarien, Rumänien und Ungarn bis nach Österreich verlaufen. An dem Projekt sind die Energiekonzerne der Transitstaaten und die deutsche RWE beteiligt. Bevor der Iran jedoch als möglicher siebter Beteiligter ins Rennen geht muss Europa seine politischen Differenzen mit der islamischen Republik überwinden.
Nach Einschätzungen des Vorsitzenden des Aktionärsausschusses der Nord-Stream AG Gerhard Schröder, gibt es nicht ausreichend Gas für die Nabucco Pipeline und über den Iran als Beteiligten sollte ernsthaft nachgedacht werden.
Die RWE ist jedoch der Meinung, dass die Nabucco ohne den Iran auskommt, da sie ihre Gaslieferungen aus mehren Quellen, wie Aserbaidschan und Turkmenistan, beziehen würde.
Die Finanzierung des Projekts, dass ca. acht Milliarden Euro kosten soll, erfolgt zu zwei drittel aus Krediten und zu einem Drittel durch die verschieden Betreiber.
Es wird sich zeigen wie die Entscheidung über die mögliche Beteiligung des Irans an dem Großprojekt Nabucco ausfallen wird.

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