Immer wieder Russland
Der russische Gaslieferant Gazprom hat in der Vergangenheit schon oft dafür gesorgt, dass die westeuropäischen Länder um ihre Gasversorgung fürchteten. Nun ist es wieder so weit, denn Russland und somit auch der staatliche Konzern liegen wieder im Klinsch mit einem von Russlands Nachbarstaaten. Dieses Mal ist es Weißrussland, das sich mit dem Riesen duelliert. Gegenstand dieses Konfliktes sind wie schon so oft Öltarife auf die sich nicht geeinigt werden kann. Weißrussland ist eines, wenn nicht sogar das wichtigste der Transitländer russischer Pipelines und musste bisher nur ein Drittel der Exportsteuern zahlen, die die EU-Länder zahlen. In Weißrussland wurde also das russische Rohöl in Raffinerien weiterverarbeitet und dann nach Westeuropa exportiert. Nun weigert sich allerdings der weissrussische Präsident den vollen Zollsatz zu zahlen und gibt an, dass es mit Russland eine vertragliche Vereinbarung gab, in der festgehalten wurde, dass die Nachbarländer in einer gemeinsamen Zollunion sind, in der niedrigere Exportsteuern gelten. Daraufhin hat Russland wie auch nicht anders zu erwarten war die Ölexporte nach Weißrussland auf ein Minimum reduziert. Somit gibt es in den weissrussischen Raffinerien nur noch einen geringen Vorrat an Öl, der nach Meinung der Experten gerade noch für eine Woche reichen wird. Infolge dessen sind die Ölpreise bereits gestiegen und die westeuropäischen Staaten schauen sich bereits nach anderen Lieferanten um. Zu oft kam es in den letzten Jahren bereits dazu, dass Russland sich wegen eines Streits mit einem seiner Nachbarn dazu hat hinreißen lassen die Öl-Versorgung des Westens zu gefährden. Zwar wird es nicht zu einem Mangel kommen, weil die westlichen Länder ihr Öl auch aus anderen Quellen bekommen können, bei Gas sähe es allerdings wieder ganz anders aus.
Wieder einmal hat Russland bewiesen wie sehr Europa sich davor schützen muss nicht völlig in der Abhängigkeit Gazproms zu sein, denn der staatliche Konzern hat nur wenig Geduld und fackelt nicht lange davor Maßnahme zu ergreifen um Druck auszuüben.
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