Erdgas wird immer wichtiger
Im Gegensatz zu Erdöl und Kohle ist Erdgas ein fossiler Energieträger, bei dessen Verbrauch nur wenig Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre gestoßen wird. Das, und die Tatsache, dass die Erdgasvorkommen noch lange nicht erschöpft sind und immer wieder neue entdeckt werden, führt dazu, dass in den letzten Jahren vermehrt auf Erdgas gesetzt wurde und in Zukunft auch weiterhin gesetzt wird. Ein Großteil des Erdgases wird über Pipelines von den Förderern zu den Konsumenten befördert. Es besteht aber auch die Möglichkeit Erdgas über den Seeweg zu transportieren. Durch den Transport von Erdgas per Schiff könnte Europa sich mehr und mehr von Russland als Gaslieferanten trennen und beispielsweise mit Lieferanten von Erdgas aus dem Mittleren Osten und anderen Ländern zusammenarbeiten.
Für den Transport per Schiff muss das Erdgas verflüssigt werden. Dazu wird es auf -162 Grad Celsius runter gekühlt und in eigens dafür angefertigte Kugeltanks, die sich auf den Schiffen befinden, gefüllt. Die Tanks sind gut isoliert, damit das Gas nicht anfängt zu kochen und nicht aus den Tanks entweicht. Diese Tanks nutzen den Platz an Deck der Schiffe nicht optimal, weil durch ihre Kugelform viel Platz verloren geht. Membrantanks sind eine andere Form von Tanks, die den Laderaum nutzen und platzsparender sind.
Infrastruktur wird ausgebaut
Der Schiffstransport stellt eine gute Alternative zu den Pipelines dar, deshalb wurde und wird viel in die damit zusammenhängende Infrastruktur der See investiert. In den nächsten Jahren wird außerdem der Anteil des Erdgases unter den Energieträgern weiter steigen, was den Ausbau der Infrastruktur dringend nötig und unvermeidlich macht. Die meisten Industrieländer sind damit beschäftigt an ihren Häfen Terminals zu planen oder zu bauen, die eigens für den Transport des Flüssiggases gebaut werden. In diesen Terminals soll das flüssige Erdgas wieder erhitzt und gegebenenfalls auch gespeichert werden. Für den Bau sind in der Regel die großen Öl- und Gaskonzerne verantwortlich, die Milliarden von Euro in die Anlegestellen für die Gastanker investieren.
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