Gazprom will chinesischen Markt erschließen
Erdgas ist ein Energieträger, der auf der ganzen Welt gebraucht und genutzt wird. So auch in China. Das Reich der Mitte hatte in den letzten Jahren ein großes Wirtschaftswachstum zu verzeichnen, auch während der Wirtschaftskrise, so wuchs die Wirtschaft der Volksrepublik China im letzten Jahr um rund neun Prozent. Auch die Bevölkerung befindet sich in einem stetigen Wachstum. Um das Bevölkerungswachstum einzudämmen wurde 1979/1980 die Ein-Kind-Politik eingeführt, nach der jede chinesische Familie, mit ein paar Ausnahmen, nur ein Kind bekommen darf. Seit dem wuchs die Bevölkerung zwar nicht mehr so rasant wie vor der Einführung der Ein-Kind-Politik, das Wachstum wurde aber nicht so gering wie eigentlich gewollt und die sozialen und demographischen Folgen sind schwerwiegend.
Wegen des großen Wachstums wird der Erdgasbedarf Chinas in den nächsten Jahren ansteigen. Deshalb laufen derzeit Verhandlungen mit Russland und dem russischen Staatskonzern Gazprom über Erdgaslieferung von 60 Milliarden Kubikmeter Gas nach China. Auch der zentral-asiatische Staat Turkmenistan wird China mit Erdgas versorgen und mit den Lieferungen bereits in zwei bis drei Jahren beginnen. Das Gas könnte China dann auch dazu verwenden seine Kraftwerke zu befeuern und den Chinesen Strom zu liefern der weit umweltfreundlicher ist, weil der CO2-Ausstoß von Gaskraftwerken geringer ist als bei der Verwendung von Kohle, für den Klimaschutz wäre das jedenfalls gut.
Der russische Konzern Gazprom hat jetzt bereits eine Monopolstellung auf dem Erdgasmarkt, so empfängt der gesamte Westen einen Großteil seines Gases von Gazprom aus Russland. In den letzten beiden Jahren gab es jedoch einen starken Rückgang der Nachfrage auf dem Gasmarkt, wegen der Wirtschaftskrise. Die Gazprom-Kunden, wie zum Beispiel E.on hatten Schwierigkeiten das Gas auf den Märkten zu verkaufen, waren jedoch durch eine Mindestabnahme gebunden. Dies führte zu einem Gasstreit zwischen dem deutschen Energiekonzern E.on und Gazprom, da Gazprom weiterhin auf die Abnahme und Zahlungen seitens E.on bestand. Derzeit sind die Vorstände der beiden Konzernen zu Gesprächen zusammen gekommen und wollen sich auf eine Verschiebung der Lieferungen und Zahlungen einigen.
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