Die Gaspreise steigen weiter

Die Gaspreise sind, wie im letzten Jahr bereits angekündigt wurde, gestiegen. Sie sollen aber noch weiter steigen, eine Steigerung der Preise um bis zu 15% wird von der Verbraucherschutzzentrale erwartet.
Für die Verbraucher heißt es nun also mehr denn je Preise vergleichen, um möglichst günstig weg zu kommen. Neben den großen Energiekonzernen gibt es auf dem Gasmarkt auch zahlreiche kleinere Anbieter. Diese haben häufig günstige Tarife, bei denen Sie weniger für das Erdgas bezahlen, das aber trotzdem das gleiche bleibt. Die großen Konzerne haben das Problem, dass sie Verträge mit den Gasproduzenten, wie Russland, Norwegen oder auch den Niederlanden, haben in denen eine Mindestabnahmemenge festgeschrieben ist. Momentan ist die Lage auf dem Gasmarkt aber dermaßen schlecht, dass die großen Konzerne es nicht schaffen ihre Mindestabnahmen an den Mann zu bringen. Um nicht auf dem Gas sitzen zu bleiben wird dieses an den Energiebörsen in Europa zu niedrigeren Preisen verkauft, damit es überhaupt abgenommen wird. Dieses „Billig-Gas“ kaufen dann die kleinen unabhängigen Unternehmen und deshalb können die ihren Kunden günstigere Tarife anbieten. In einem Reihenhaus, oder einer Etagenwohnung werden im Jahr durchschnittlich 20.000 Kilowattstunden verbraucht. Für diese Menge zahlen Sie bei einem kleinen Gasanbieter bis zu 270 Euro im Jahr weniger als bei einem der großen Unternehmen. Es lohnt sich also immer ein Auge auf die verschiedenen Tarife zu haben um nicht zu viel zu zahlen.

Ölpreisbindung ist schuld an den steigenden Preisen

Die Ölpreisbindung bezeichnet die Koppelung des Erdgaspreises an den für Erdöl. Wenn also der Preis für Erdöl sinkt oder steigt, zieht der Preis für Erdgas nach einem viertel oder einem halben Jahr nach und passt sich an. Auf diese Weise sollte verhindert werden, dass Erdgas Erdöl als Energieträger Konkurrenz macht, da die meisten Erdgasproduzenten auch gleichzeitig Erdölförderer sind.
Der Hauptgrund für die steigenden Erdgaspreise ist also, dass die Preise für Öl sich im letzten Jahr fast verdoppelt haben.

eine Stellungnahme schreiben