Frühjahr 2010: steigende Gaspreise
Verbraucher von Gas müssen sich in diesem Frühling auf steigende Preise gefasst machen: Mindestens 41 überregionale Gasanbieter greifen ab April und Mai tiefer in die Taschen der Verbraucher. Durchschnittlich um 6,2 Prozent wollen sie die Preise erhöhen.
Entgegen diesem Trend wollen 15 regionale Anbieter ihre Kunden in den nächsten Wochen im rund fünf Prozent entlasten. Andere regionale Gasanbieter wollen ihre Preise in den kommenden Monaten auf einem stabilen Niveau halten. Zum Beispiel hat die Berliner Gasag angekündigt, dass sie die gegenwärtigen Preise bis Ende Juni zwar nicht senken, aber auch nicht erhöhen werde. Seit September 2009 sind die Importpreise für Gas stetig gestiegen. Dieser Trend wird sich auch in diesem Frühjahr fortsetzen. Trotzdem haben regionale Anbieter wie die Berliner Gasag im letzten Jahr ihre Kunden preislich entlastet. Bei der Berliner Gasag sind weitere Preissenkungen dieser jedoch nicht möglich, da die Umsatzerlöse des Unternehmens innerhalb des letzten Jahres um rund drei Prozent gesunken sind. Bei vielen anderen regionalen Gasanbietern sieht es ähnlich aus. Deshalb kündigten eine Vielzahl von ihnen bereits zum Jahreswechsel Preiserhöhungen an.
Durchschnittlich rund 20.000 Kilowattstunden Gas verbraucht ein Einfamilienhaushalt pro Jahr. Die derzeitigen Preiserhöhungen würden eine Familie mit durchschnittlichem Verbrauch im Jahr ungefähr 79 Euro mehr Kosten. Bei extremem Gasverbrauch würde sich der finanzielle Mehraufwand auf bis zu 167 Euro belaufen. Wie hoch die Mehrkosten ausfallen, ist jedoch von individuellen Verbrauch und vom jeweiligen Gasanbieter abhängig.
Wer dieses Frühjahr nicht mehr bezahlen möchte, sollte die Tarife unterschiedlicher Anbieter vergleichen und einen Wechsel des Anbieters in Erwägung ziehen.
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