Fahren mit Erdgas

Erdgas ist ein sehr vielseitiger Rohstoff. In Deutschland gilt Gas als einer der wichtigsten Energieträger. So wird es in deutschen Haushalten beispielsweise verwendet zur Aufbereitung warmen Wassers, zum Kochen und für die Erzeugung von Wärme. Fast 20 Millionen Haushalte in Deutschland nutzen Erdgas auf diese Art und Weise. Seit einiger Zeit wird Gas jedoch ebenfalls zunehmend beliebter als Kraftstoff in Fahrzeugen.

Rund 5.700 in der Bundesrepublik bieten derzeit das so genannte Autogas (auch Flüssiggas) zum Verkauf an.

Gegenwärtig tanken die meisten Kraftfahrzeuge noch herkömmliche Antriebsstoffe wie Benzin oder Diesel. In Zeiten des globalen Klimawandels und der steigenden Preise für Kraftstoffe wächst die Beliebtheit alternativer Energiequellen. Nicht nur Elektrofahrzeuge können in der heutigen Zeit mit Erdgas angetrieben werden, sondern auch normale Pkw. Gegenwärtig werden bereits rund 380.000 Fahrzeuge in Deutschland mit komprimiertem Gas betrieben. Im Jahr 2004 waren es noch zehn Mal weniger Autos.

Die Nutzung von Erdgas als Kraftstoff hat viele Vorteile. Neben der Schonung der Umwelt spielt auch der Kostenfaktor eine wichtige Rolle. Mit Gas betriebene Fahrzeuge schonen die Umwelt, weshalb ihre Nutzung und die Umstellung auf Autogas-Fahrzeuge vom Bundesumweltministerium gefördert wird. Zudem wird für Autogas in der Bundesrepublik keine Steuer erhoben. Ein Liter Erdgas kosten gegenwärtig 63 Cent. Das sind ganze 80 Cent weniger, als für die gleiche Menge Benzin gezahlt werden muss. Die Umrüstung eines Benzin-Fahrzeuges kosten im Moment zwischen 1.000 und 1.200 Euro. Der Umbau lohnt sich somit schon nach wenigen Jahren, je nachdem wie hoch die Fahrleistung ist.

Die Sorgen einiger Autofahrer, dass der Tank im Falle eines Unfalls explodieren könnte, sind unbegründet. Die Anlagen sind derartig sicher, dass es zu keiner Explosion kommen kann.

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