E.ON verkauft US-Geschäft
Der größte deutsche Energiekonzern E.on wird sein US-amerikanisches Strom- und Gasgeschäft an das US-Unternehmen PPL verkaufen. Der Kaufpreis werde bei 7,6 Milliarden Euro liegen, so E.ON-Chef Wulf Bernotat. Das Ziel, bis Ende des Jahres 2010 mindestens 10 Milliarden Euro aus der Abgabe der Beteiligungen zu erzielen, habe der Energieversorger bereits jetzt erreicht.
Zwar bedeutet der Verkauf von E.ON US den Verlust eines zuverlässigen und gewinnbringenden Geschäfts, doch laut Meinung des Konzernchef sei der Markt in den USA für E.ON nicht für eine Weiterentwicklung geeignet. Durch den Verkauf der US-Geschäftsstellen habe man mehr Spielraum für weiteren Wachstum gewonnen. Zum Beispiel ist aufgrund des Verkaufs die wirtschaftliche Nettoverschuldung des Energieversorgers gesunken.
Der größte deutsche Stromanbieter hatte vor einigen Jahren im Zuge der Übernahme des britischen Konzerns Powergen zusätzlich die US-Firmen Louisville Gas und Electric Company bekommen. Zusammengenommen versorgen diese beiden US-Tochtergesellschaften ungefähr 940.000 Haushalte mit Strom und 321.000 mit Erdgas. In den USA hatte E.ON im vergangenen Jahr einen Stromabsatz von 32,4 Milliarden Kilowattstunden. Der Absatz von Gas belief sich im gleichen Zeitraum auf rund 12,6 Kilowattstunden.
E.ON ist der weltweit größte nichtstaatliche Energieversorger. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Düsseldorf ist hauptsächlich auf dem europäischen Strom- und Gasmarkt tätig. Momentan arbeiten weltweit rund 88.000 Mitarbeiter für E.ON. Im Geschäftsjahr 2009 konnte der Energieriese einen Umsatz von 81,82 Milliarden Euro erzielen.
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