Kleingewerbe zahlen zu hohe Gaspreise
Rund 90 Prozent der kleingewerblichen Betriebe, die Gas beziehen, bezahlen zu hohe Preise. Dies geht aus einer aktuellen Studie eines deutschen Datenbankdienstleisters hervor. Die zahlreichen Möglichkeiten zum Sparen bleiben von vielen ungenutzt. Betriebe mit einem Gasverbrauch von über 500.000 Kilowattstunden im Jahr könnten durch einen Anbieterwechsel bis zu 30 Prozent ihrer Kosten einsparen. Warum nutzen viele Unternehmen diese Möglichkeit nicht?
Wechselbereitschaft im Kleingewerbe gering
Angesichts der hohen Gaspreise ist es verwunderlich, warum viele Unternehmen nicht die Möglichkeit nutzen, unter relativ geringerem Aufwand einen günstigeren Gasanbieter zu finden. Derzeit liegt die Wechselrate im Kleingewerbe bei weniger als drei Prozent. Gerade weil so wenige Firmen wechseln, können teilweise erhebliche Einsparungen erzielt werden. Fast ein Drittel seiner Kosten für die Gasversorgung könnte sparen, wer nun zu einem günstigeren Anbieter wechselt.
Bis zu 7.000 Euro sparen
Laut den Ergebnissen der Studie könnten Unternehmen bei einem jährlichen Verbrauch von über 500.000 Kilowattstunden bis zu 7.000 Euro im Jahr einsparen. Bei einem derartig hohen Verbrauch muss derzeit in Deutschland mit durchschnittlichen Kosten in Höhe von rund 23.600 Euro gerechnet werden. Beim derzeit teuersten deutschen Gasversorger müssen für die gleiche Gasmenge mehr als 43.100 Euro gezahlt werden, der günstigste Anbieter fordert dafür lediglich 18.500 Euro.
Angesichts derartig großer Einsparmöglichkeiten ist es umso verwunderlicher, warum nur so wenige kleingewerbliche Unternehmen den Gasanbieter wechseln oder einen günstigeren Tarif wählen.
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